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Kath. Kindergarten St. Martin - Mömbris Dörnsteinbach
> Grundsätze und Schwerpunkt
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Grundsätze unserer Pädagogischen ArbeitMit dem nachfolgenden Text wollen wir Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit geben und deutlich machen, welche Aspekte der Pädagogischen Arbeit uns wichtig sind. Da unser Arbeitsbereich sehr vielfältig und umfangreich ist, haben wir uns hier auf das Wesentliche beschränkt. Außer den genannten Punkten beachten wir alle weiteren vorgeschriebenen Ziele aus dem Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz.Alle diesbezüglich wichtigen Abläufe sind im Pädagogik- und im Ergänzungshandbuch unserer Einrichtung geregelt. Die neueste Ausgabe des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes für Kinder in Tageseinrichtungen liegt für das Personal im Kindergarten bereit. ·Der gesellschaftliche Auftrag unseres Kindergartens lautet „Erziehen, Betreuen und Bilden“. Alle drei Schwerpunkte sind für uns gleichwertig. Wir achten bei Planung und Zielsetzung darauf, dass diese drei Eckpunkte im Gleichgewicht bleiben. So geschieht Erziehen, Bilden und Betreuen auf für das Kind förderliche Art und Weise.
·Unsere Bildungsarbeit und Förderung geschieht ganzheitlich, das heißt das Kind lernt mit Herz, Hand und allen Sinnen in allen Bildungsbereichen, die der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen vorsieht (z.B. Sprachliche Bildung und Förderung, Religiöse Erziehung und Bildung, kreative Erziehung, Mathematische Bildung, Umweltbildung und Erziehung, Naturwissenschaftliche Bildung, Musikalische Bildung …) ·Unsere Didaktik (Lehrmethode) ist das Spiel, d.h. die Kinder lernen in altersgerechter, spielerischer Form. Sie lernen den Unterschied kennen zwischen spielen und lernen, ohne dass wir schulisches Lernen vorweg nehmen. ·Unsere Förderung setzt an den Stärken des Kindes an und berücksichtigt den aktuellen Entwicklungsstand der Kindes. ·Wir machen Projektarbeit, das bedeutet ein Thema oder ein Vorhaben ist das Projekt (z.B. Die Ernte, Wir feiern Abschied, …) Dieses Thema erarbeiten wir mit den Kindern durch Angebote aus den verschiedenen Bereichen ( Spiele, Lieder, Bilderbücher, Rätsel, Bastelarbeiten, malen, experimentieren, ….usw. ·Die Themen/ Projekte orientieren sich an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder, aktuellen Ereignissen in ihrem Umfeld, gruppeninterne Probleme und Veränderungen, Feste und Feiern im Jahreskreis, anstehende Veranstaltungen des Kindergartens. ·Die Kinder werden in den Alltag eingebunden, d.h. sie über nehmen tatsächlich anfallende Arbeiten (z.B. Blumen gießen, den Essplatz abräumen, Tassen spülen, Ordnung machen) sie werden in die Planung und Gestaltung ihres Alltages nach ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten einbezogen ·Schwerpunkt in unser pädagogischen Arbeit ist die Erziehung zur Selbständigkeit. Beim genauen Betrachten kann man erkennen, dass dieser Schwerpunkt sehr umfangreich ist. Selbständigkeit betrifft alle Erziehungs-bereiche und beinhaltet für uns viele verschiedene Fähigkeiten, wie z.B. Eigenverantwortung übernehmen, Konfliktbewältigung, Entscheidungs-fähigkeit, Akzeptieren und Einhalten von Regeln, seine Bedürfnisse ausdrücken, Mithilfe und Mitbestimmung, Verantwortung übernehmen … und vieles mehr. Selbständigkeit sieht in jedem Alter anders aus, so dass die Anforderungen sich vom Kindergarteneintritt bis zum Schulanfang, oder dann als Schüler ständig ändern. Was beim Eintritt neu ist und schwierig ist, zeigt sich bei den „Großen“ als selbstverständlich.Wir unterstützen unser Kinder hierbei nach Maria Montessori´s Leitspruch: „Hilf mir, es selbst zu tun“. ·Akzeptieren und Einhalten von RegelnRegeln dienen dem guten Zusammenleben in der Gruppe. Sie sind Richtlinien und Hilfestellung für Kinder und Erwachsene. Sie geben allen Beteiligten Struktur und Sicherheit. Die Regeln werden dem Gruppenprozess angepasst, in regelmäßigen Abständen auf ihre Notwendigkeit überprüft und bei Bedarf abgeändert. Die Regeln werden von uns positiv ausgedrückt: z.B. „Wir bleiben beim Essen sitzen“ „Bevor wir nach Hause gehen räumen wir auf“ Die Regeln werden mit den Kindern besprochen, sie gelten für alle und wir achten auf ihre Einhaltung. Die Konsequenzen von Regelbrüchen sind die logische Folge aus dem Handeln des Kindes. ·Ein für uns bedeutsamer Aspekt der pädagogischen Arbeit ist die Erziehung zur Friedensfähigkeit. Deshalb sind wir bemüht, den Kindern Fähigkeiten zur gewaltlosen Konfliktlösung zu vermitteln. Sie lernen gemeinsam eine Lösung für ihren Streit zu suchen und auch zu finden. Erziehung zum Frieden bedeutet aber auch zu lernen, andere Meinungen und Verhaltensweisen gelten zu lassen, sie zu tolerieren oder zu akzeptieren. Miteinander teilen, zu und abgeben gehören ebenso dazu. ·Erziehung zum VerantwortungsbewusstseinIm Kindergarten gibt es viele Möglichkeiten, Kinder in eigener Verantwortung handeln zu lassen. So helfen sie z.B. bei alltäglichen Aufgaben, auf die kleineren Kinder und ihre Bedürfnisse zu achten, übernehmen kleine Dienste. Auch lernen sie, die Verantwortung für ihr eigenes Verhalten zu übernehmen und somit die Folgen daraus zu tragen. Ein Kind, das früh Verantwortungsbewusstsein erlernt hat, wird auch später verantwortungsvoll mit seinen Mitmenschen und der Natur umgehen. ·Erziehung zum Maßhalten.Wir leben heute in einer Konsumgesellschaft. Die Kinder haben eine Fülle von Spielsachen, Kleidern … dies alles gehört ihnen meist allein. Maßhalten ist deshalb für die heutigen Kinder wichtig. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass sich die Kinder mit weniger Materialien intensiver und länger beschäftigen. Dinge erhalten eine größere Bedeutung und werden mehr geschätzt. Der Umgang mit ihnen wird bewusster und pfleglicher. So achten wir darauf, die Kinder nicht mit Materialien zu überhäufen. Wir tauschen Spielsachen und Bücher in regelmäßigen Zeiträumen aus und vermehren nicht den Bestand im Gruppenraum. Neues Spielmaterial wird gegen ein älteres getauscht. ·Glauben erlebbar machenWir Erwachsene leben den Kindern christliche Werte vor, vermitteln ihnen christliche Inhalte durch Bilderbücher, Lieder, Gebete, Erzählungen und gehen auf ihre Fragen ein. Wir feiern die Feste im Jahreskreis und vermitteln den Kindern den religiösen Aspekt des Festes. Wir pflegen Rituale und Bräuche, die helfen sollen das Leben zu ordnen und zu strukturieren. Vorbilder wie St. Martin und St. Niko-laus zeigen den Kindern christliche Werte auf und helfen, die guten Anlagen im Kind zu wecken. Kinder anderer Glaubensrichtungen oder ohne Konfession dürfen selbstverständlich an den christlichen Bräuchen, Festen und Feiern teilhaben. Wir achten dabei auf gegenseitige Achtung und Toleranz, sowie auf die Wahrung der Unterschiede. ·SpracheWir legen Wert auf höfliche Umgangsformen. Die Kinder werden angehalten „Bitte“ und „Danke“ zu sagen, sich zu begrüßen, sich zu verabschieden, in einem freundlichen Ton und in ganzen Sätzen zu sprechen. Dabei unterstützen wir die Kinder, indem wir Ihnen ein gutes Vorbild sind. Im Kindergarten begegnen die Kinder sowohl der Schriftsprache als auch dem Dialekt.Wir achten auf ein sprachfreundliches Umfeld und bieten den Kindern Bilderbücher, Geschichten, Verse, Abzählreime, Erzählrunden, Fingerspiele und Singen an. Wir regen Gespräche an, motivieren die Kinder ihre Gefühle, Wünsche, Ängste und Sorgen in Worte zu fassen und ermutigen sie, ihre Sprache zur Konfliktlösung einzusetzen. Wir begleiten unser Tun mit genauen Beschreibungen und sprechen in klaren, verständlichen Sätzen. Schimpfwörter sind im Kindergarten nicht erlaubt. ·Das Lernen lernenUnser heutiges Leben mit immer neuen Anforderungen und Veränderungen verlangt von uns ein lebenslanges, selbständiges Lernen und Umdenken. Nur zu schnell sind viele Erwachsene dabei, den Kinder schnelle, vorgefertigte Lösungen auf ihre Fragen und Probleme anzubieten. Wir wollen jedoch die Kinder beim „fürs Leben lernen“ unterstützen. So ermuntern wir unsere Kinder, ihrem jeweiligen Entwicklungstand ent-sprechend, zum selbständigen Lösen von Problem, unterstützen sie beim Finden von Antworten auf ihre Fragen. Durch Ausprobieren, Hinterfragen und Nachdenken finden die Kinder, wenn wir es ihnen zugestehen, oft sehr kreative, für uns Erwachsene überraschende und praktikable Lösungen. Als Gegenpol zum häufigen Erleben der Welt durch die Medien lassen wir die Kinder am richtigen Leben teilnehmen. Das bedeutet: wir erkunden bei Spaziergängen die Natur und die Umwelt. Wir lernen sozusagen am Objekt und durch „es selbst tun“. Ein Beispiel: Wir fühlen, riechen, schälen, schneiden, schmecken einen Apfel. Wir backen einen Kuchen für unsere Feier. Wir besuchen unsere Metzgerei, und kaufen ein. Wir fahren mit dem Bus usw. Da dies jedoch nicht immer möglich ist, versuchen wir dann das Leben in den Gruppenraum zu holen: Wir bekommen Besuch vom Zahnarzt, wir bepflanzen unser Beet usw. Diese Grundsätze und Schwerpunkte gelten generell für alle Altersgruppen.
Jedoch gibt es nach unserer Meinung für die Kinder unter drei Jahren noch einige bedeutsame Grundsätze zu beachten, um dieser Altersgruppe gerecht zu werden.·Im Alter von 0-3 Jahren gilt es hauptsächlich die Entwicklungsaufgaben der Kinder zu begleiten und ihnen eine liebevolle, aufmerksame und zuverlässige Bezugsperson zu sein. ·Aufbau von stabilen BindungenDurch liebvolle Zuwendung, konstante Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit einer Bezugsperson helfen wir dem Kleinkind eine stabile Bindung aufzubauen. Die pädagogische Methode der Wahl in der Betreuung von Krippenkindern ist die Bodenzeit: wir verbringen täglich mit dem einzelnen Kind eine feste Zeit auf dem Boden (drinnen und draußen). Angesagt sind dann zusammen spielen, miteinander Spaß haben, erzählen, Zwiegespräche ohne Worte, Neues entdecken und erforschen, staunen, vorsichtig Kontakte zu anderen Kindern anbahnen, usw. Das soziale Verhalten wird in erster Linie durch das Vorleben und das Beispiel der Erwachsenen während des täglichen Miteinanders in der Gruppe eingeübt und vermittelt. ·Orientierung und EigenständigkeitNeben stabilen Bindungen und einer anregenden Umgebung braucht ein Kind nicht zuletzt auch die Sicherheit. Ein Kind ist nur dann leistungsfähig und kann nur dann lernen, sein Leben selbsttätig zu gestalten, wenn seine Versorgung und Pflege gesichert ist und es sich wohl fühlt. Für die Orientierung des Kindes ist ein stetig sich wiederholender Rhythmus von Ruhe- und Aktionsphasen unverzichtbar. Regelmäßige Essenszeiten, Spielaktivitäten und Schlafenszeiten strukturieren den Tagesablauf. Ebenso wichtig ist eine übersichtliche Raumgestaltung. Auf der Grundlage dieser zuverlässigen äußeren Ordnung unterstützen wir die Selbstbildung des Kindes, so dass es lernt, Orientierung und Eigenständigkeit zu erreichen. Bereits im Krippenalter lieben die Kinder es, Dinge zu sammeln und zu vergleichen (elementare mathematische Vorstellungen), bei alltäglichen Arbeiten zu helfen. Dabei achten wir darauf, dass es eine richtige Arbeit ist. Miteinander Arbeiten stellt Ordnung her und schafft Übersichtlichkeit. Dabei lernt das Kind, dass es selbst etwas dafür tun muss, um Orientierung und Eigenständigkeit zu erlangen. ·Kreativität, Spiel und SpaßWir tragen Sorge, dass genügend geeignete Anreize vorhanden sind, um die Neugierde zu wecken und elementare Experimente ermöglichen ( Fall-Linie erforschen, Einwickeln von verschiedene Gegenständen, das Verbinden, Transport von Spielsachen u.a. Gegenständen, Gegenstände erforschen…) Elementare Erlebnisse mit Farben, Formen, verschiedenen Materialien, Spiel mit interessanten Gegenständen bereichern die Welt des Kleinkindes. Die Kinder können experimentieren und ihre Fantasie spielerisch ausleben. Maßgeblich sind hierbei das Interesse und die Vorlieben des Kindes. Dann profitiert es am meisten. ·Körperliche und geistige LeistungWir unterstützen unsere Kinder beim „Mobil werden“, geben ihnen Anreize zum Krabbeln und Laufen, rennen, Treppe steigen, sich in schwierigerem Gelände fortbewegen. Für den feinmotorischen Bereich sind das zB. Der Umgang mit Stiften, selbständiges Essen, an und ausziehen … So eröffnet sich ihnen neue Möglichkeiten zum Entdecken, Staunen und experimentieren. Durch eine aufmerksame sprachliche Begleitung durch die Bezugsperson wird gleichzeitig die Intelligenzfunktion im kindlichen Gehirn angeregt. ·Denken und SprechenWir verstehen Wahrnehmen, Handeln, Denken und Sprechen als eine Einheit. Je mehr ein Kind von der Welt wahrnimmt und handelnd erlebt, desto mehr Vorstellungen von der Welt kann es sich machen und dies auch sprachlich ausdrücken. Um die Kinder dabei zu unterstützen, begleiten wir sprachlich so oft wie möglich das Alltaggeschehen. Dabei bilden wir einfache Aussagesätze. Wir bieten Bilderbücher an, die wir mit den Kindern betrachten und erzählen, bieten die Möglichkeit zum Dialog. Wir hören den Kindern aufmerksam zu, bis wir verstanden haben, was das Kind bewegt. Denn es lohnt sich - nicht nur für das Kind – nur dann zu sprechen, wenn jemand da ist, der sich dafür interessiert. SauberkeitserziehungUnter Sauberkeitserziehung verstehen wir nicht nur das Wickeln und die Hinführung zum selbständigen Toilettengang, sondern auch das Erlernen von grundlegender Körperpflege: Händewaschen vor dem Essen und nach dem Toilettengang, nach dem Spielen im Freien, Mund abwaschen, Zähne putzen etc. FortbildungUm unsere Arbeit auf dem neusten Stand zu halten, besuchen wir regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen zu Themen, die für unsere Kinder, für unser pädagogisches Personal und für die Weiterentwicklung unserer Einrichtung wichtig sind.Weiter halten wir zum Erfahrungsaustausch und zur kollegialen Beratung Kontakt zu den umliegenden Kindergärten.
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